Was ist Vorsteuerung (Feedforward-Regelung)?

Ansatz, der Störgrößen oder Sollwertänderungen misst und eine aus einem Modell der Regelstrecke berechnete Stellgröße aufschaltet, bevor sie sich auf die Regelgröße auswirken. Er wartet nicht, bis eine Regelabweichung auftritt, und reagiert daher schnell, kann aber Modellfehler und nicht gemessene Störgrößen nicht korrigieren und wird daher meist mit einer Feedback-Regelung kombiniert. Sein Pfad liegt außerhalb des Regelkreises und verändert daher die Stabilität des Rückkopplungskreises nicht. In Halbleiterfabriken nennt man es ebenfalls Vorsteuerung (Feedforward), wenn die Bedingungen eines Prozessschritts anhand von Messungen aus einem früheren Schritt angepasst werden.

Japanische Bezeichnung: フィードフォワード制御

„Vorsteuerung (Feedforward-Regelung)“ kommt in 1 Übungsfragen aus 1 Themen vor, z. B. Grundlagen der Regelungstechnik.

Fachgebiet: Grundlagen der Regelungstechnik

Jetzt üben: Fragen zu Vorsteuerung (Feedforward-Regelung)

Was ist der richtige Grund dafür, eine Vorsteuerung mit einer Feedback-Regelung zu kombinieren?

  1. ADie Vorsteuerung kann auf messbare Störgrößen und Sollwertänderungen reagieren, bevor eine Regelabweichung auftritt, kann aber nicht gemessene Störgrößen und Modellfehler nicht korrigieren; den Rest übernimmt die Rückführung
  2. BDurch die Vorsteuerung ändern sich Verstärkung und Phase der Übertragungsfunktion des offenen Kreises und die Phasenreserve steigt, sodass der Kreis auch mit größerer Rückführverstärkung stabil bleibt
  3. CMit Rückführung allein bleibt selbst mit I-Anteil immer eine bleibende Regelabweichung, daher ist die Vorsteuerung unverzichtbar, um die bleibende Regelabweichung bei konstantem Sollwert oder konstanter Störgröße auf 0 zu bringen
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Antwort: A. Die Vorsteuerung kann auf messbare Störgrößen und Sollwertänderungen reagieren, bevor eine Regelabweichung auftritt, kann aber nicht gemessene Störgrößen und Modellfehler nicht korrigieren; den Rest übernimmt die Rückführung

Die Vorsteuerung misst Störgrößen oder Sollwertänderungen und schaltet eine aus einem Modell berechnete Stellgröße auf, bevor sie sich auf die Regelgröße auswirken. Sie wartet nicht, bis eine Regelabweichung auftritt, und reagiert daher schnell, setzt aber ein genaues Modell und messbare Störgrößen voraus. Üblich ist daher eine Kombination, bei der die Vorsteuerung die wichtigsten Störgrößen und das Folgen des Sollwerts übernimmt und die Rückführung die verbleibende Abweichung korrigiert. Der Vorsteuerpfad liegt außerhalb des Regelkreises und verändert daher dessen Stabilität (Phasenreserve usw.) nicht.

„Vorsteuerung (Feedforward-Regelung)“ in den Erläuterungen

Fragen mit „Vorsteuerung (Feedforward-Regelung)“ (1)

  1. Was ist der richtige Grund dafür, eine Vorsteuerung mit einer Feedback-Regelung zu kombinieren?

Vergleiche mit diesem Begriff

Verwandte Begriffe

Feedback-Regelung (Rückkopplungsregelung) Phasenreserve (Phase Margin) Amplitudenreserve (Verstärkungsreserve) Ausregelzeit (Einschwingzeit) Bleibende Regelabweichung Blockschaltbild Bode-Diagramm Integral-Windup Laplace-Transformation PID-Regelung

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