n-Typ- vs. p-Typ-Halbleiter: Unterschiede im Überblick
Ein n-Halbleiter entsteht, wenn Silizium mit Elementen der V. Hauptgruppe wie Phosphor oder Arsen (Donatoren) dotiert wird; die überzähligen Elektronen sind die Majoritätsladungsträger. Ein p-Halbleiter entsteht durch Dotierung mit Elementen der III. Hauptgruppe wie Bor (Akzeptoren); die durch Elektronenmangel entstehenden Löcher sind die Majoritätsladungsträger. Das Fermi-Niveau verschiebt sich beim n-Typ zum Leitungsband und beim p-Typ zum Valenzband. Da in Silizium die Elektronenbeweglichkeit etwa 2- bis 3-mal so hoch ist wie die Löcherbeweglichkeit, hat n-Silizium bei gleicher Dotierkonzentration einen niedrigeren spezifischen Widerstand.
| Merkmal | n-Typ | p-Typ |
|---|---|---|
| Dotierstoffe (Silizium) | Phosphor (P), Arsen (As), Antimon (Sb) aus der V. Hauptgruppe | Bor (B) aus der III. Hauptgruppe. Daneben z. B. Indium |
| Bezeichnung und Funktion der Störstelle | Donator. Gibt ein Elektron ab | Akzeptor. Nimmt ein Elektron auf und erzeugt ein Loch im Valenzband |
| Ladung der ionisierten Störstelle | Positiv. Ortsfest im Gitter | Negativ. Ortsfest im Gitter |
| Störstellenniveau (Silizium) | Etwa 0,045 eV (Phosphor) bzw. etwa 0,054 eV (Arsen) unter der Leitungsbandkante | Etwa 0,045 eV (Bor) über der Valenzbandkante |
| Majoritäts-/Minoritätsladungsträger | Elektronen/Löcher | Löcher/Elektronen |
| Ladungsträgerdichte (bei vollständiger Ionisation) | n ≈ ND, p = ni² / ND | p ≈ NA, n = ni² / NA |
| Fermi-Niveau | Oberhalb des intrinsischen Fermi-Niveaus, zum Leitungsband hin. Je höher die Dotierung, desto näher am Leitungsband | Unterhalb des intrinsischen Fermi-Niveaus, zum Valenzband hin. Je höher die Dotierung, desto näher am Valenzband |
| Beweglichkeit der Majoritätsträger (niedrig dotiertes Silizium, Richtwert) | Elektronen etwa 1400 cm²/V·s | Löcher etwa 450 cm²/V·s |
| Spezifischer Widerstand bei gleicher Dotierung | Niedrig | Etwa 2- bis 3-mal höher als beim n-Typ |
| Einsatz in CMOS | Source/Drain von nMOS, n-Wanne für pMOS | Source/Drain von pMOS, p-Wanne für nMOS. Siliziumwafer für CMOS sind meist p-Typ |
Die Zahlenwerte sind typische Größenordnungen und variieren je nach Prozessgeneration und Produkt.