2.5D- vs. 3D-Packaging: Chipintegration im Vergleich
Beide Ansätze bringen mehrere Chips in ein Gehäuse, um mehr Bandbreite zu erreichen, als eine Leiterplatte bieten kann. Beim 2.5D-Packaging sitzen die Chips nebeneinander auf einem Silizium-Interposer, der sie mit feinem Raster verdrahtet. Beim 3D-Packaging werden Chips übereinander gestapelt und durch das Silizium hindurch mit Through-Silicon-Vias (TSVs) oder per Hybrid-Bonding verbunden. 3D bietet die kürzesten Verbindungen, ist aber schwerer zu kühlen und zu fertigen.
| Aspekt | 2.5D | 3D |
|---|---|---|
| Aufbau | Chips nebeneinander auf einem Silizium-Interposer (oder einer Silizium-Bridge) | Chips vertikal übereinander gestapelt |
| Verbindung | Mikro-Bumps zum Interposer, mit sehr feinen Verdrahtungslagen darin | TSVs durch die Chips, verbunden durch Mikro-Bumps oder per Hybrid-Bonding |
| Bandbreitendichte | Hoch | Am höchsten, weil die Verbindungen am kürzesten sind |
| Wärme | Einfacher: Jeder Chip kann von oben gekühlt werden | Schwieriger: Die Wärme der unteren Chips muss durch die darüberliegenden Chips abgeführt werden |
| Grundfläche | Größer: Der Interposer muss alle Chips aufnehmen | Kleiner |
| Fertigungsschwierigkeit | Erfordert einen großen Interposer, was die Kosten erhöht | Erfordert das Abdünnen der Wafer auf einige zehn Mikrometer, TSV-Herstellung und sorgfältiges Testen jedes Dies |
| Typische Beispiele | KI-GPUs mit HBM im selben Gehäuse (z. B. TSMC CoWoS) | HBM selbst (gestapelte DRAM-Dies) und gestapelter Cache auf einem Prozessor |
| Typische Anwendungen | Verbindung von Prozessoren, Speicher und Chiplets | Stapeln von Speicher oder von Logik und Cache für kürzeste Wege |
Die Zahlenangaben sind typische Größenordnungen und variieren je nach Prozessgeneration und Produkt.