Wire Bonding vs. Flip Chip: Chip-Verbindungstechniken im Vergleich
Dies sind die beiden wichtigsten Arten, einen Chip mit seinem Gehäuse zu verbinden. Beim Wire Bonding sitzt der Chip mit der Vorderseite nach oben, und dünne Metalldrähte verbinden seine Randpads mit dem Gehäuse. Beim Flip Chip wird der Chip mit der Vorderseite nach unten gedreht, und Lot- oder Kupfer-Bumps auf seiner Oberfläche verbinden ihn direkt mit dem Substrat. Wire Bonding ist günstig und flexibel; Flip Chip erlaubt viel mehr Verbindungen, kürzere Wege und bessere elektrische Eigenschaften.
| Aspekt | Wire Bonding | Flip Chip |
|---|---|---|
| Verbindung | Dünne Drähte (Gold, Kupfer oder Aluminium, etwa 15 bis 50 µm), von den Chip-Pads zum Gehäuse geschweißt | Bumps aus Lot oder Kupfer auf der Chipoberfläche, direkt mit dem Substrat verbunden |
| Chiporientierung | Vorderseite oben | Vorderseite unten |
| Lage und Anzahl der E/A | Nur Pads am Chiprand; Hunderte bis etwa tausend Verbindungen | Bumps über die gesamte Fläche (Area Array); Tausende von Verbindungen |
| Elektrische Eigenschaften | Lange Drähte erhöhen Induktivität und Widerstand und begrenzen Geschwindigkeit und Stromversorgung | Kurze Wege ergeben niedrige Induktivität und bessere Signal- und Versorgungsintegrität |
| Wärmepfad | Die Wärme verlässt den Chip hauptsächlich über die Rückseite in den Die-Attach | Die Chiprückseite kann direkt einen Wärmeverteiler oder Kühlkörper berühren |
| Prozess | Jeder Draht wird nacheinander gebondet, was langsamer ist | Alle Bumps werden gleichzeitig per Reflow verbunden, und Underfill-Harz wird zum Spannungsabbau eingefüllt |
| Gehäusegröße | Größer: Um den Chip wird Platz für die Drähte benötigt | Kleiner |
| Kosten | Niedrig: ausgereift, flexibel und ohne Bumping des Chips | Höher: Bumping, ein feineres Substrat und Underfill sind nötig |
| Typische Anwendungen | Speicher, Mikrocontroller, Analogchips, LEDs und kostengünstige Produkte | CPUs, GPUs, SoCs und andere schnelle Chips mit vielen Anschlüssen |
Die Zahlenangaben sind typische Größenordnungen und variieren je nach Prozessgeneration und Produkt.