Grundlagen und Anwendungen der Kryptografie
Beim Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch werden eine Primzahl p und ein Generator g veröffentlicht; A und B wählen jeweils geheime Werte a und b und senden einander g^a mod p und g^b mod p. Welcher Grund ist richtig dafür, dass ein Lauscher, der alle diese öffentlichen Werte sieht, das gemeinsame Geheimnis g^(ab) mod p nach heutigem Wissen nicht berechnen kann?
- ADas Problem, aus g^a mod p den Wert a zu bestimmen (diskretes Logarithmusproblem), gilt bei großem p als nicht effizient lösbar
- Bg^a mod p und g^b mod p werden vor dem Senden zusätzlich mit dem öffentlichen Schlüssel des Gegenübers verschlüsselt, sodass ein Lauscher sie nicht lesen kann
- CDas gemeinsame Geheimnis wird aus einem Kennwort gebildet, das die beiden vorher bei einem persönlichen Treffen vereinbart haben
Antwort und Erläuterung anzeigen
Antwort: A. Das Problem, aus g^a mod p den Wert a zu bestimmen (diskretes Logarithmusproblem), gilt bei großem p als nicht effizient lösbar
g^a mod p zu berechnen geht schnell, aus dem Ergebnis a zu bestimmen ist bei ausreichend großem p dagegen nach heutigem Wissen nicht in realistischer Zeit möglich (diskretes Logarithmusproblem). Ein Lauscher sieht zwar g^a mod p und g^b mod p, kann aber ohne a oder b nicht g^(ab) mod p bilden. A hingegen muss nur den Wert von B mit a potenzieren und B den Wert von A mit b, und beide erhalten dasselbe g^(ab) mod p. Dasselbe auf einer elliptischen Kurve heißt ECDH und beruht auf der Schwierigkeit des diskreten Logarithmusproblems auf elliptischen Kurven.
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