Hardware für Quantencomputer

Auf ein Qubit im Zustand |0⟩ werden die Gatter H, Z und H in dieser Reihenfolge angewendet, und danach wird es gemessen. Mit welcher Wahrscheinlichkeit erhält man 1?

  1. A0 %
  2. B50 %
  3. C100 %
Antwort und Erläuterung anzeigen

Antwort: C. 100 %

Das erste H ergibt (|0⟩ + |1⟩)/√2, und Z kehrt das Vorzeichen der Amplitude von |1⟩ um, was (|0⟩ − |1⟩)/√2 ergibt. Eine Messung an dieser Stelle lieferte 0 und 1 mit je 50 %: Z hat die Messwahrscheinlichkeiten nicht verändert, wohl aber die relative Phase. Das zweite H lässt die Anteile von |0⟩ einander auslöschen und die von |1⟩ sich verstärken, sodass |1⟩ entsteht; die Wahrscheinlichkeit für 1 beträgt also 100 %. Phasenunterschiede durch Interferenz in Unterschiede der Messergebnisse zu verwandeln, ist der Grundmechanismus von Quantenalgorithmen.

Dieses Thema üben Zur Themenseite

Weitere Fragen zu Hardware für Quantencomputer

  1. Warum kann die Quantenfehlerkorrektur nicht einfach den klassischen Ansatz übernehmen, drei Kopien der Daten anzulegen und per Mehrheitsentscheid zu korrigieren?
  2. Welche Aussage beschreibt die Energierelaxationszeit T1 eines Qubits richtig?
  3. Welche Aussage beschreibt den Zusammenhang zwischen der Dephasierungszeit T2 und der Energierelaxationszeit T1 eines Qubits richtig?
  4. Eine Schaltung verwendet ein Zwei-Qubit-Gatter mit einer Fidelität von 99,5 % pro Operation (Fehlerrate 0,5 %) 100-mal hintereinander. Welcher Wert liegt der Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt kein Fehler auftritt, am nächsten, wenn die Fehler unabhängig voneinander auftreten?
  5. Was ist der zutreffendste Grund dafür, dass sich die Leistung von Quantencomputern nicht allein an der Zahl ihrer Qubits vergleichen lässt?