Cyberangriffe und Abwehr in der Praxis

Ein IDS untersucht pro Tag 1 Million Verbindungen, von denen 100 tatsächlich Angriffe sind. Das IDS erkennt 99 % der Angriffe und stuft 0,1 % der Verbindungen, die keine Angriffe sind, fälschlich als Angriff ein. Welcher Wert liegt dem Anteil der IDS-Warnungen, die tatsächlich Angriffe sind, am nächsten?

  1. AEtwa 0,01 %
  2. BEtwa 9 %
  3. CEtwa 99 %
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Antwort: B. Etwa 9 %

Von den Angriffen werden 100 × 0,99 = 99 erkannt; von den 999.900 Verbindungen ohne Angriff werden 999.900 × 0,001 = 999,9 (etwa 1.000) fälschlich gemeldet. Insgesamt gibt es etwa 1.099 Warnungen, davon 99 Angriffe; der Anteil beträgt also 99 ÷ 1.099 ≈ 0,090, etwa 9 %. In einer Umgebung, in der Angriffe selten sind, besteht die große Mehrheit der Warnungen selbst bei kleiner Fehlalarmrate aus Fehlalarmen (Fehler durch Vernachlässigung der Basisrate). Senkt man die Fehlalarmrate auf 0,01 %, gibt es etwa 100 Fehlalarme, und der Anteil steigt auf etwa 50 %; um die Analyselast zu senken, ist es daher wichtig, Fehlalarme durch Abstimmung der Erkennungsregeln und Abgleich mit anderen Informationen zu verringern.

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