Cyberangriffe und Abwehr in der Praxis
Bei der Untersuchung der Verbindungsaufzeichnungen im internen Netzwerk wurden die folgenden Verbindungen gefunden. Bei welcher ist der Verdacht am stärksten, dass Malware mit einem externen Steuerungsserver (C2-Server) kommuniziert?
- AWährend der Arbeitszeit verbinden sich die PCs vieler Mitarbeitender mit einem internen Dateiserver und lesen und schreiben gemeinsam genutzte Dateien
- BAn einem festen Tag jedes Monats laden viele PCs große Update-Dateien vom offiziellen Update-Server des Betriebssystemherstellers herunter
- CNur ein einzelner PC wiederholt auch nachts und an Feiertagen etwa alle 60 Sekunden kleine Verbindungen zu einer unbekannten, neuen Domain
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Antwort: C. Nur ein einzelner PC wiederholt auch nachts und an Feiertagen etwa alle 60 Sekunden kleine Verbindungen zu einer unbekannten, neuen Domain
Malware verbindet sich vom infizierten Endgerät regelmäßig mit einem externen C2-Server (Command and Control), um Befehle zu empfangen oder Ergebnisse zu senden. Diese regelmäßigen Verbindungen heißen Beacons; typisch ist, dass unabhängig von menschlicher Bedienung in nahezu konstanten Abständen kleine Verbindungen stattfinden. Auch ein Ziel, das eine erst kürzlich registrierte Domain ist oder für das keine Reputationsdaten vorliegen, verstärkt den Verdacht. Angreifer versuchen der Erkennung allerdings zu entgehen, indem sie die Abstände schwanken lassen (Jitter) oder legitime Cloud-Dienste als Relais nutzen; daher werden die Verbindungsaufzeichnungen mit den per EDR gesammelten Informationen der Endgeräte kombiniert.
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