Cyberangriffe und Abwehr in der Praxis
Die 2011 von Lockheed Martin vorgestellte Cyber Kill Chain teilt den Ablauf eines gezielten Angriffs in sieben Phasen ein. Welche Reihenfolge der Phasen ist richtig?
- AZustellung → Aufklärung → Bewaffnung → Exploit → Installation → C2 (Fernsteuerung) → Ausführung der Ziele
- BAufklärung → Bewaffnung → Zustellung → Exploit → Installation → C2 (Fernsteuerung) → Ausführung der Ziele
- CAufklärung → Zustellung → Bewaffnung → Installation → Exploit → Ausführung der Ziele → C2 (Fernsteuerung)
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Antwort: B. Aufklärung → Bewaffnung → Zustellung → Exploit → Installation → C2 (Fernsteuerung) → Ausführung der Ziele
Die Cyber Kill Chain beschreibt einen Angriff in sieben Phasen: Aufklärung (Erkundung des Ziels), Bewaffnung (Vorbereitung etwa einer Datei mit eingebettetem Angriffscode), Zustellung (Übermittlung an das Ziel per E-Mail-Anhang oder Website), Exploit (Ausnutzen einer Schwachstelle, um Code auszuführen), Installation (dauerhaftes Einnisten der Malware), C2 (Aufbau eines Kommunikationskanals zu einem externen Steuerungsserver) und Ausführung der Ziele (Diebstahl oder Zerstörung von Informationen). Die Verteidigung überlegt, in welcher Phase sich der Angriff unterbrechen lässt, und ordnet ihre Maßnahmen entsprechend an; je früher er unterbrochen wird, desto geringer ist der Schaden. Wird zum Beispiel ein verdächtiger Anhang schon bei der E-Mail gestoppt, endet der Angriff in der Phase Zustellung. Innentäter und Angriffe mit langer Aktivität nach dem Eindringen lassen sich jedoch schlecht abbilden; daher wird das Modell zusammen mit dem feiner gegliederten MITRE ATT&CK verwendet.
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