Cyberangriffe und Abwehr in der Praxis
Ein Angreifer hat eine Schwachstelle einer Webanwendung ausgenutzt und kann nun mit denselben Rechten eines gewöhnlichen Benutzers wie das Webserverprogramm Befehle ausführen. Welches Beispiel für die anschließende „Rechteausweitung“ durch den Angreifer ist richtig?
- AMit unveränderten gewöhnlichen Benutzerrechten versuchen, sich mit einem gestohlenen Passwort per SSH mit einem anderen internen Server zu verbinden
- BEine nicht behobene Schwachstelle im Kernel des Betriebssystems o. Ä. nutzen, um root-Rechte zu erlangen
- CIn festen Abständen einen externen Server kontaktieren, um den nächsten Befehl zu empfangen
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Antwort: B. Eine nicht behobene Schwachstelle im Kernel des Betriebssystems o. Ä. nutzen, um root-Rechte zu erlangen
Rechteausweitung bedeutet, dass ein Angreifer über Schwachstellen oder Konfigurationsmängel höhere Rechte erlangt, als er gerade hat. Unter Linux werden etwa nicht behobene Kernel-Schwachstellen, Programme mit unnötig gesetztem SUID-Bit oder ein so konfiguriertes sudo, dass ohne Passwort alles ausgeführt werden kann, missbraucht. Mit Administratorrechten kann der Angreifer Logs löschen, Sicherheitssoftware abschalten und Zugangsdaten stehlen, sodass sich der Schaden stark ausweitet. Grundlegende Maßnahmen sind das Einspielen von Korrekturen, das Prinzip der minimalen Rechte und möglichst wenige Programme, die mit Administratorrechten laufen.
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