Kombinatorische vs. sequenzielle Logik: Unterschiede erklärt
In der kombinatorischen Logik hängt die Ausgabe nur von den aktuellen Eingaben ab, gleiche Eingaben liefern also immer dieselbe Ausgabe. In der sequenziellen Logik hängt die Ausgabe zusätzlich vom gespeicherten Zustand ab, also von der Vorgeschichte der Eingaben. Sequenzielle Schaltungen enthalten Speicherelemente wie Flipflops und werden meist von einem Takt gesteuert. Reale digitale Systeme wechseln beides ab: Kombinatorische Logik rechnet zwischen Registern, die den Zustand halten.
| Aspekt | Kombinatorische Logik | Sequenzielle Logik |
|---|---|---|
| Ausgabe hängt ab von | Nur den aktuellen Eingaben | Den aktuellen Eingaben und dem gespeicherten Zustand (Vorgeschichte) |
| Speicherelemente | Keine | Flipflops oder Latches |
| Takt | Nicht nötig | Meist getaktet (synchroner Entwurf) |
| Rückkopplung | Keine: Eine Rückkopplungsschleife wäre ein Entwurfsfehler | Rückkopplung über die Zustandselemente |
| Beispiele | Addierer, Multiplexer, Dekodierer, Kodierer, Komparatoren | Register, Zähler, Schieberegister, Zustandsautomaten |
| Timing-Aspekte | Laufzeitverzögerung und Glitches (Hazards) während sich Eingaben ändern | Setup- und Hold-Zeiten, Taktperiode und Taktversatz (Clock Skew) |
| Entwurfswerkzeuge | Wahrheitstabellen, Boolesche Algebra, Karnaugh-Diagramme | Zustandstabellen und Zustandsdiagramme |
| In Verilog | Kontinuierliche Zuweisungen oder always-Blöcke, die in jedem Zweig jede Ausgabe setzen | Getaktete always-Blöcke (an der Taktflanke) |
Die Zahlenangaben sind typische Größenordnungen und variieren je nach Prozessgeneration und Produkt.