Was ist Ransomware?

Malware, die Dateien auf einem Computer unbrauchbar macht, etwa durch Verschlüsselung, und für ihre Wiederherstellung ein Lösegeld verlangt. Manche Angreifer drohen zudem, gestohlene Daten zu veröffentlichen. Vom Netzwerk getrennt aufbewahrte Backups sind eine wichtige Vorsorge.

Japanische Bezeichnung: ランサムウェア

„Ransomware“ kommt in 4 Übungsfragen aus 2 Themen vor, z. B. Grundlagen der Informationssicherheit, Systemarchitektur und Zuverlässigkeit.

Fachgebiet: Grundlagen der Informationssicherheit

Jetzt üben: Fragen zu Ransomware

Welche Aussage beschreibt Ransomware richtig?

  1. ASoftware, die auf dem Bildschirm des Nutzers massenhaft Werbung anzeigt, um Werbeeinnahmen zu erzielen
  2. BMalware, die Dateien auf einem Computer unbrauchbar macht, etwa indem sie sie ohne Erlaubnis verschlüsselt, und Geld (ein Lösegeld) für ihre Wiederherstellung verlangt
  3. CEin Angriff, der riesige Mengen an Paketen sendet, damit ein Server nicht mehr antworten kann
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Antwort: B. Malware, die Dateien auf einem Computer unbrauchbar macht, etwa indem sie sie ohne Erlaubnis verschlüsselt, und Geld (ein Lösegeld) für ihre Wiederherstellung verlangt

Ransomware ist Malware, die Dateien auf infizierten Computern oder in Netzwerken unbrauchbar macht, etwa durch Verschlüsselung, und für den Schlüssel zur Wiederherstellung ein Lösegeld verlangt. Mitte der 2020er-Jahre betreffen viele gemeldete Fälle das Eindringen in das Netzwerk einer Organisation und die gleichzeitige Verschlüsselung vieler Server oder die Drohung, vor der Verschlüsselung gestohlene Daten zu veröffentlichen (doppelte Erpressung). Eine Zahlung garantiert keine Wiederherstellung und finanziert Kriminelle; daher wird empfohlen, nicht zu zahlen. Die zentralen Abwehrmaßnahmen sind das Einspielen von Korrekturen für Schwachstellen, über die Angreifer eindringen, Multi-Faktor-Authentifizierung für den Fernzugriff, minimale Rechte und Backups, die getrennt vom Netzwerk aufbewahrt werden.

Welche Methode entspricht bei Backups zum Schutz vor Ransomware am besten der „3-2-1-Regel“?

  1. AAuf demselben Dateiserver drei Ordner anlegen und die Daten alle zwei Stunden einmal dorthin kopieren
  2. BDrei ständig mit dem Netzwerk verbundene Backup-Festplatten bereitstellen, zwei davon im selben Server und eine im selben Raum
  3. CDrei Kopien einschließlich der Originaldaten halten, auf zwei verschiedenen Medientypen speichern und eine davon an einem anderen Ort aufbewahren (etwa getrennt vom Netzwerk)
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Antwort: C. Drei Kopien einschließlich der Originaldaten halten, auf zwei verschiedenen Medientypen speichern und eine davon an einem anderen Ort aufbewahren (etwa getrennt vom Netzwerk)

Die 3-2-1-Regel ist eine Richtschnur für Backups: mindestens drei Kopien der Daten einschließlich des Originals halten, auf mindestens zwei verschiedenen Medientypen speichern (Festplatte, Band, Cloud usw.) und mindestens eine davon an einem anderen Ort aufbewahren. Der Gedanke ist, dass der Ausfall eines Geräts, ein gemeinsamer Fehler eines Medientyps oder ein Schaden an einem Ort wie Brand oder Katastrophe nicht alle Kopien gleichzeitig treffen darf. Ransomware kann Backups verschlüsseln oder löschen, die mit dem Netzwerk verbunden und beschreibbar sind; wichtig ist daher, mindestens eine Kopie offline (vom Netzwerk getrennt) zu halten oder so einzustellen, dass sie für eine gewisse Zeit nicht verändert werden kann (unveränderlich, immutable). Außerdem muss regelmäßig durch Wiederherstellungstests bestätigt werden, dass sich die Daten im Ernstfall tatsächlich zurückspielen lassen.

„Ransomware“ in den Erläuterungen

Fragen mit „Ransomware“ (4)

  1. Welche Aussage beschreibt Ransomware richtig?
  2. Welche Methode entspricht bei Backups zum Schutz vor Ransomware am besten der „3-2-1-Regel“?
  3. Auf dem PC eines Mitarbeiters ändern sich nacheinander die Dateiendungen, und ein Bildschirm mit einer Lösegeldforderung erscheint. Was sollte dieser Mitarbeiter als Erstes tun?
  4. Welche Beschreibung trifft auf RAID 1 zu?

Verwandte Begriffe

Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) RAID Cross-Site-Scripting (XSS) Digitale Signatur Hashfunktion Message Authentication Code (Nachrichtenauthentifizierungscode) Phishing Prinzip der minimalen Rechte (Least Privilege) Public-Key-Kryptografie (asymmetrische Verschlüsselung) Salt

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