Grundlagen der Informationssicherheit

Welche Aussage beschreibt eine Eigenschaft der in der Kryptografie verwendeten Hashfunktionen (kryptografische Hashfunktionen) richtig?

  1. AMit einem privaten Schlüssel lassen sich die ursprünglichen Daten aus dem Hashwert wiederherstellen
  2. BDer Hashwert wird proportional zur Länge der Eingabe länger
  3. CDieselbe Eingabe ergibt stets denselben Hashwert, und schon eine Änderung um ein Bit verändert den Hashwert drastisch und unvorhersehbar
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Antwort: C. Dieselbe Eingabe ergibt stets denselben Hashwert, und schon eine Änderung um ein Bit verändert den Hashwert drastisch und unvorhersehbar

Eine Hashfunktion berechnet aus Daten beliebiger Länge einen Wert fester Länge (Hashwert, Digest). SHA-256 zum Beispiel gibt unabhängig von der Eingabelänge einen 256-Bit-Wert aus. Dieselbe Eingabe ergibt stets denselben Wert, und schon eine winzige Änderung der Eingabe verändert die Ausgabe drastisch und unvorhersehbar. Kryptografisch verwendete Hashfunktionen müssen es zudem praktisch unmöglich machen, aus einem Hashwert die ursprüngliche Eingabe zu finden (Einwegeigenschaft, Urbildresistenz), und schwierig, zwei verschiedene Eingaben mit demselben Hashwert zu finden (Kollisionsresistenz). Eine Hashfunktion ist eine Berechnung ohne Schlüssel und keine Verschlüsselung, sie lässt sich daher auch nicht zum Original zurück entschlüsseln. Verwendet wird sie zur Erkennung von Manipulationen, für digitale Signaturen, zur Passwortspeicherung und mehr.

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