Grundlagen der Informationssicherheit

Ein Webdienst fügt beim Speichern der Nutzerpasswörter jedem Passwort einen für jeden Nutzer unterschiedlichen Zufallswert (Salt) hinzu, bevor er den Hashwert berechnet und speichert. Was ist der Hauptzweck des Salts?

  1. ADas ursprüngliche Passwort mithilfe des Salts aus dem Hashwert wiederherstellen zu können, um es Nutzern mitzuteilen, die es vergessen haben
  2. BDafür zu sorgen, dass die gespeicherten Hashwerte auch bei gleichen Passwörtern verschiedener Nutzer unterschiedlich sind, und so das Knacken mit Tabellen vorab berechneter Hashwerte zu erschweren
  3. CDen Hashwert zu verkürzen und Speicherplatz in der Datenbank zu sparen
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Antwort: B. Dafür zu sorgen, dass die gespeicherten Hashwerte auch bei gleichen Passwörtern verschiedener Nutzer unterschiedlich sind, und so das Knacken mit Tabellen vorab berechneter Hashwerte zu erschweren

Grundregel ist, Passwörter nicht im Klartext zu speichern, sondern die mit einer Hashfunktion berechneten Hashwerte. Bei der Anmeldung wird der Hashwert des eingegebenen Passworts berechnet und mit dem gespeicherten Wert verglichen. Werden jedoch nur einfache Hashwerte gespeichert, haben Nutzer mit demselben Passwort denselben Hashwert, und ein bloßer Abgleich mit einer Tabelle vorab berechneter Hashwerte gängiger Passwörter (etwa einer Rainbow Table) enthüllt viele Passwörter. Ein Salt ist ein für jeden Nutzer zufällig erzeugter Wert, der dem Passwort hinzugefügt und zusammen mit dem Hashwert gespeichert wird. Er muss nicht geheim sein, doch weil er für jeden Nutzer anders ist, ergibt dasselbe Passwort verschiedene Hashwerte, und vorab berechnete Tabellen werden nutzlos. Ein Angreifer muss für jeden Nutzer neu rechnen, was den Aufwand stark erhöht.

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