Grundlagen der Informationssicherheit
Warum wird empfohlen, zum Speichern von Passwörtern nicht direkt eine schnelle Hashfunktion wie SHA-256 zu verwenden, sondern ein absichtlich rechenaufwendig entworfenes Verfahren wie bcrypt oder Argon2?
- AWeil langsame Verfahren längere Ausgaben haben und dadurch keine Kollisionen mehr auftreten
- BWeil die aufwendige Berechnung es nur berechtigten Nutzern erlaubt, das ursprüngliche Passwort aus dem Hashwert wiederherzustellen
- CWeil bei einem Abfluss der gespeicherten Hashwerte auch jeder Rateversuch des Angreifers teuer wird, was die Dauer von Brute-Force- und Wörterbuchangriffen stark erhöht
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Antwort: C. Weil bei einem Abfluss der gespeicherten Hashwerte auch jeder Rateversuch des Angreifers teuer wird, was die Dauer von Brute-Force- und Wörterbuchangriffen stark erhöht
Fließen Passwort-Hashwerte ab, können Angreifer auf eigenen Rechnern Passwortkandidaten nacheinander hashen und nach einem Treffer suchen. Universelle Hashfunktionen wie SHA-256 sind dafür gebaut, große Datenmengen schnell zu verarbeiten; mit GPUs u. Ä. lassen sich daher pro Sekunde enorm viele Kandidaten testen. Verfahren für die Passwortspeicherung wie bcrypt und Argon2 haben eine einstellbare Zahl von Wiederholungen (Kostenfaktor) und machen jede einzelne Berechnung absichtlich aufwendig. Wird jede Berechnung zum Beispiel 1 Million Mal langsamer, dauert auch eine Brute-Force-Suche 1 Million Mal länger. Ein berechtigter Nutzer braucht bei der Anmeldung nur eine Berechnung, eine Verzögerung von etwa 0,1 Sekunden ist also kein Problem. Argon2 lässt sich zudem so einstellen, dass es viel Speicher belegt, was massiv parallele Berechnung auf GPUs oder Spezialschaltungen erschwert. Welches Verfahren auch verwendet wird, es wird mit einem Salt pro Nutzer kombiniert.
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