Schaltungen der Leistungselektronik
Warum sperrt ein Thyristor in einer Phasenanschnittschaltung an einer Wechselspannungsquelle, ohne dass er über das Gate abgeschaltet wird?
- ADie Netzspannung kehrt sich jede Halbwelle um, und sobald der Strom unter den Haltestrom fällt, sperrt der Thyristor von selbst
- BWird das Gatesignal weggenommen, endet der Anodenstrom sofort, und der Thyristor bleibt gesperrt, bis das Gatesignal erneut anliegt
- CNach einer bestimmten Zeit spricht ein interner Timer des Thyristors an und schaltet ihn ab
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Antwort: A. Die Netzspannung kehrt sich jede Halbwelle um, und sobald der Strom unter den Haltestrom fällt, sperrt der Thyristor von selbst
Ist ein Thyristor einmal gezündet, leitet er auch nach Wegnahme des Gatesignals weiter und sperrt erst, wenn der Strom unter den Haltestrom fällt. In Wechselstromkreisen kehrt sich die Netzspannung jede Halbwelle um, und der Strom wird dabei jedes Mal null, sodass der Thyristor von selbst sperrt. Das nennt man Netzkommutierung (natürliche Kommutierung); deshalb lassen sich auch Thyristoren, die nicht über das Gate abschaltbar sind, für die Phasenanschnittsteuerung von Wechselstrom verwenden. Um einen Thyristor im Gleichstromkreis abzuschalten, ist eine Löschschaltung (Kommutierungsschaltung) nötig, die eine Spannung in Gegenrichtung anlegt; deshalb setzten sich später über das Gate abschaltbare Bauelemente wie GTO und IGBT durch.
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