Cyberangriffe und Abwehr in der Praxis
Mitarbeitende in Telearbeit sollen interne Systeme nutzen. Welche Aussage vergleicht dafür ein herkömmliches Remote-Access-VPN und ZTNA (Zero-Trust-Netzwerkzugang) richtig?
- ABei ZTNA wird ein einmal verbundenes Endgerät mit dem gesamten internen Netzwerk verbunden, sodass es freier als per VPN auf mehr Systeme zugreifen kann
- BBei einem VPN erreicht das verbundene Endgerät oft weite Teile des internen Netzwerks, während ZTNA Benutzer und Endgerät prüft und nur Verbindungen zu erlaubten Anwendungen herstellt
- CVPN und ZTNA verschlüsseln beide nur die Kommunikation; der Bereich, auf den ein verbundener Benutzer zugreifen kann, unterscheidet sich nicht
Antwort und Erläuterung anzeigen
Antwort: B. Bei einem VPN erreicht das verbundene Endgerät oft weite Teile des internen Netzwerks, während ZTNA Benutzer und Endgerät prüft und nur Verbindungen zu erlaubten Anwendungen herstellt
Ein Remote-Access-VPN nimmt externe Endgeräte in das interne Netzwerk auf; nach der Verbindung erreichen sie oft weite Teile des Bereichs, den die Netzwerkkonfiguration zulässt, und gestohlene Zugangsdaten werden so zum Brückenkopf für ein Eindringen. ZTNA prüft die Benutzerauthentifizierung und den Endgerätezustand und vermittelt dann nur Verbindungen zu einzelnen erlaubten Anwendungen; die Anwendungen selbst werden nicht direkt im Internet veröffentlicht. Dadurch lässt sich der Bereich verkleinern, den ein Angreifer bei einer Kompromittierung erreicht. Ein weiterer Grund für den Umstieg ist, dass auch VPN-Geräte selbst aus dem Internet erreichbar sind und ihre Schwachstellen häufig zum Einfallstor werden.
Weiter: 9 weitere Fragen zu Cyberangriffe und Abwehr in der Praxis