Was ist Fehlertoleranz (Fault Tolerance)?

Das Konzept, davon auszugehen, dass Bauteile und Geräte ausfallen werden, und etwa durch Redundanz sicherzustellen, dass das System insgesamt korrekt weiterarbeitet, auch wenn ein Teil davon ausfällt. Ihm gegenübergestellt wird die Fehlervermeidung (Fault Avoidance), die Ausfälle selbst seltener macht.

Japanische Bezeichnung: フォールトトレランス

„Fehlertoleranz (Fault Tolerance)“ kommt in 2 Übungsfragen aus 1 Themen vor, z. B. Systemarchitektur und Zuverlässigkeit.

Fachgebiet: Systemarchitektur und Zuverlässigkeit

Jetzt üben: Fragen zu Fehlertoleranz (Fault Tolerance)

Welches Beispiel zeigt einen Entwurf nach dem Fool-proof-Prinzip?

  1. AWichtige Daten werden gleichzeitig auf zwei Festplatten geschrieben
  2. BBauteile werden regelmäßig geprüft und ausgetauscht, um das Auftreten von Ausfällen zu verringern
  3. CEin Steckverbinder wird asymmetrisch geformt, sodass er nicht verkehrt herum eingesteckt werden kann
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Antwort: C. Ein Steckverbinder wird asymmetrisch geformt, sodass er nicht verkehrt herum eingesteckt werden kann

Das Fool-proof-Prinzip stellt sicher, dass eine menschliche Fehlbedienung nicht zu einem gefährlichen Zustand oder einer Fehlfunktion führt oder gar nicht erst möglich ist. Ein Steckverbinder, der sich nicht verkehrt herum einstecken lässt, ist ein typisches Beispiel, das eine falsche Verbindung physisch verhindert. Daten auf zwei Festplatten zu schreiben, ist Fehlertoleranz durch Redundanz, und Ausfälle durch regelmäßige Prüfung und regelmäßigen Austausch zu verringern, entspricht dem Prinzip der Fehlervermeidung (Fault Avoidance).

Welcher Ansatz zur Erhöhung der Systemzuverlässigkeit entspricht der Fehlervermeidung (Fault Avoidance)?

  1. AHochzuverlässige Bauteile auswählen und solche, die zu Frühausfällen neigen, vor der Auslieferung durch Screening (etwa Burn-in) aussortieren, damit Ausfälle selbst seltener werden
  2. BGeräte redundant auslegen, damit das System insgesamt seine Funktion behält, auch wenn ein Teil ausfällt
  3. CDas System bei einem Ausfall in einen sicheren Zustand bringen
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Antwort: A. Hochzuverlässige Bauteile auswählen und solche, die zu Frühausfällen neigen, vor der Auslieferung durch Screening (etwa Burn-in) aussortieren, damit Ausfälle selbst seltener werden

Die Fehlervermeidung ist der Ansatz, Ausfälle selbst durch hochwertige Bauteile, gründliche Prüfung und Screening sowie vorbeugende Wartung seltener zu machen. Screening wie Burn-in dient dazu, Ausfälle, die in die Frühausfallphase der Badewannenkurve fallen, vor der Auslieferung zu beseitigen. Die Fehlertoleranz dagegen geht davon aus, dass Ausfälle auftreten, und erhält die Funktion trotz dieser Ausfälle, etwa durch Redundanz. Bei einem Ausfall in einen sicheren Zustand überzugehen, ist das Fail-safe-Prinzip.

„Fehlertoleranz (Fault Tolerance)“ in den Erläuterungen

Fragen mit „Fehlertoleranz (Fault Tolerance)“ (2)

  1. Welches Beispiel zeigt einen Entwurf nach dem Fool-proof-Prinzip?
  2. Welcher Ansatz zur Erhöhung der Systemzuverlässigkeit entspricht der Fehlervermeidung (Fault Avoidance)?

Verwandte Begriffe

Fool-proof Burn-in Badewannenkurve Fail-safe Differenzielles Backup Dualsystem Duplexsystem Fail-soft Hot Standby Inkrementelles Backup

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