Grundlagen der Informationssicherheit
Welche Aussage beschreibt Single Sign-on (SSO) richtig?
- AEin Mechanismus, mit dem eine einzige Authentifizierung Zugang zu mehreren verknüpften Diensten ohne erneute Anmeldung gibt; er erhöht den Komfort, doch da ein Durchbrechen dieser Authentifizierung viele Dienste betrifft, sollte er möglichst mit Multi-Faktor-Authentifizierung kombiniert werden
- BDie Wiederverwendung desselben Passworts für alle Dienste, die zur Erhöhung der Sicherheit empfohlen wird
- CEin Mechanismus, der bei einem Dienst jeweils nur einer Person gleichzeitig die Anmeldung erlaubt
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Antwort: A. Ein Mechanismus, mit dem eine einzige Authentifizierung Zugang zu mehreren verknüpften Diensten ohne erneute Anmeldung gibt; er erhöht den Komfort, doch da ein Durchbrechen dieser Authentifizierung viele Dienste betrifft, sollte er möglichst mit Multi-Faktor-Authentifizierung kombiniert werden
Bei Single Sign-on (SSO) meldet sich ein Nutzer einmal bei dem System an, das die Authentifizierung durchführt (dem IdP, Identity Provider), und das Ergebnis wird sicher an jeden verknüpften Dienst weitergegeben, sodass der Nutzer diese ohne erneute Anmeldung verwenden kann. Typische Protokolle sind SAML und OpenID Connect. Da Passwörter nicht an die einzelnen Dienste übergeben werden, müssen weniger Passwörter verwaltet werden, und es gibt auch administrative Vorteile, etwa dass das Konto ausscheidender Mitarbeitender an einer Stelle gesperrt werden kann. Wird jedoch das Konto beim IdP übernommen, gelangt der Angreifer in alle verknüpften Dienste; daher ist Multi-Faktor-Authentifizierung beim IdP besonders wichtig. Die Wiederverwendung von Passwörtern ist etwas ganz anderes: Sie ermöglicht, mit einem bei einem Dienst abgeflossenen Passwort in andere Dienste einzudringen (Credential Stuffing).
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