Grundlagen der Informationssicherheit
Ein Gesichtserkennungsgerät lässt sich auf einen von drei Schwellenwerten A, B und C einstellen; Falschakzeptanzrate (FAR) und Falschrückweisungsrate (FRR) betragen bei A 1 % und 0,5 %, bei B 0,1 % und 2 %, bei C 0,01 % und 8 %. Für die Zutrittskontrolle eines Labors ist eine FAR von höchstens 0,1 % vorgeschrieben, und innerhalb dieser Vorgabe sollen berechtigte Nutzer möglichst selten abgewiesen werden. Welcher Schwellenwert ist zu wählen?
- ASchwellenwert A
- BSchwellenwert B
- CSchwellenwert C
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Antwort: B. Schwellenwert B
Zuerst werden die Einstellungen ausgewählt, die die Vorgabe erfüllen. Eine FAR von höchstens 0,1 % haben B (0,1 %) und C (0,01 %); A (1 %) würde einmal in 100 Versuchen einen Unberechtigten akzeptieren und erfüllt die Vorgabe nicht. Von B und C weist dann diejenige Berechtigte seltener ab, die die niedrigere FRR hat; die 2 % von B liegen unter den 8 % von C, also wird B gewählt. C weist Unberechtigte zuverlässiger ab, doch Berechtigte würden etwa 8-mal in 100 Versuchen abgewiesen, was die Benutzbarkeit beeinträchtigt. Man sieht außerdem, dass mit strengerem Schwellenwert von A nach C die FAR sinkt und die FRR steigt. Zuerst die Sicherheitsanforderung als Bedingung zu erfüllen und dann den Komfort zu maximieren, ist das grundlegende Vorgehen bei der Festlegung des Schwellenwerts.
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