Datenblätter lesen
Im Datenblatt steht „ESD-Festigkeit: HBM ±2 kV, CDM ±500 V“. Welche Interpretation dieser Werte ist richtig?
- AEs handelt sich um die Festigkeit des Einzelbauteils bei der Handhabung, nicht um die Festigkeit gegen elektrostatische Entladungen an den externen Anschlüssen des fertigen Geräts
- BDa es elektrostatischen Entladungen bis ±2 kV standhält, sind auch bei direktem Anschluss an externe Steckverbinder des Geräts keine zusätzlichen Schutzbauteile nötig
- CHBM und CDM sind zwei Namen für dieselbe Prüfung; der kleinere CDM-Wert gibt die tatsächliche Festigkeit des Bauteils korrekt wieder
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Antwort: A. Es handelt sich um die Festigkeit des Einzelbauteils bei der Handhabung, nicht um die Festigkeit gegen elektrostatische Entladungen an den externen Anschlüssen des fertigen Geräts
HBM (Human Body Model) bildet die Entladung nach, wenn eine aufgeladene Person einen Anschluss berührt, CDM (Charged Device Model) die Entladung, wenn ein Anschluss eines aufgeladenen Bauteils Metall berührt; beide geben die Festigkeit des Einzelbauteils für die Handhabung in einer ESD-geschützten Fertigung an. Auf Steckverbinder usw. des fertigen Geräts wirken, wie bei der Systemprüfung nach IEC 61000-4-2, weit höhere Energien ein, etwa ±8 kV bei Kontaktentladung. Für nach außen geführte Anschlüsse sieht man grundsätzlich separate Schutzbauteile wie TVS-Dioden vor.