Cyberangriffe und Abwehr in der Praxis
Auf einem Server, auf dem sich ein Sicherheitsvorfall ereignet hat, werden Beweise für die Untersuchung gesammelt. Welche Reihenfolge entspricht am besten dem Grundsatz, Beweise in der Reihenfolge zu sammeln, in der sie verloren gehen können (von hoher zu niedriger Flüchtigkeit)?
- AArbeitsspeicherinhalt und aktueller Zustand der Netzwerkverbindungen → Festplatteninhalt → extern aufbewahrte Backups und Archive
- BExtern aufbewahrte Backups und Archive → Festplatteninhalt → Arbeitsspeicherinhalt und aktueller Zustand der Netzwerkverbindungen
- CFestplatteninhalt → nach dem Ausschalten Arbeitsspeicherinhalt und aktueller Zustand der Netzwerkverbindungen → extern aufbewahrte Backups
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Antwort: A. Arbeitsspeicherinhalt und aktueller Zustand der Netzwerkverbindungen → Festplatteninhalt → extern aufbewahrte Backups und Archive
RFC 3227 (2002), ein Leitfaden für das Sammeln von Beweisen in der digitalen Forensik, empfiehlt, mit dem Flüchtigsten zu beginnen. CPU-Register und Caches, Arbeitsspeicherinhalt, laufende Prozesse und der Zustand der Netzwerkverbindungen gehen mit der Zeit oder beim Ausschalten verloren und werden daher zuerst gesammelt. Im Arbeitsspeicher können Malware, die nicht auf der Festplatte liegt, oder Informationen in entschlüsseltem Zustand vorhanden sein. Der Festplatteninhalt wird danach kopiert und untersucht; extern aufbewahrte Backups und Archive ändern sich kaum und können zuletzt kommen.
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