Analog- und Elektronikschaltungen

Welchen Zweck hat bei einem invertierenden Verstärker mit Bipolar-Eingang ein Widerstand zwischen nichtinvertierendem Eingang und Masse, der der Parallelschaltung von Eingangs- und Rückkopplungswiderstand entspricht?

  1. ADie Verstärkung zu verdoppeln
  2. BDen Offsetfehler des Ausgangs durch den Eingangsruhestrom (Bias-Strom) aufzuheben
  3. CSchwingungen zu erzeugen
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Antwort: B. Den Offsetfehler des Ausgangs durch den Eingangsruhestrom (Bias-Strom) aufzuheben

In die Eingänge des Operationsverstärkers fließt ein Bias-Strom, der am vom invertierenden Eingang aus gesehenen Widerstand (Ri∥Rf) einen Spannungsabfall erzeugt und zu einem Fehler am Ausgang führt. Wird auch am nichtinvertierenden Eingang ein gleich großer Widerstand eingefügt, entsteht an beiden Eingängen derselbe Spannungsabfall, der sich aufhebt, und es verbleibt nur der Fehler durch die Differenz der beiden Bias-Ströme (Eingangsoffsetstrom). Bei Operationsverstärkern mit CMOS- oder JFET-Eingang, deren Bias-Strom im pA-Bereich liegt, ist dieser Widerstand normalerweise nicht erforderlich.

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