Grundlagen der Computernetzwerke

Warum kann ein Browser bei TLS davon ausgehen, dass der verbundene Server kein Betrüger ist, der sich als jemand anderes ausgibt?

  1. AWeil das Zertifikat den gemeinsamen Schlüssel für die Verschlüsselung enthält, den nur der echte Server kennt
  2. BWeil das Zertifikat an die IP-Adresse des Servers gebunden ist und IP-Adressen nicht gefälscht werden können
  3. CWeil das Zertifikat eine mit dem privaten Schlüssel einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle erstellte Signatur trägt und nicht gefälscht werden kann und der Server im Handshake zusätzlich nachweisen muss, dass er den zum öffentlichen Schlüssel des Zertifikats passenden privaten Schlüssel besitzt
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Antwort: C. Weil das Zertifikat eine mit dem privaten Schlüssel einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle erstellte Signatur trägt und nicht gefälscht werden kann und der Server im Handshake zusätzlich nachweisen muss, dass er den zum öffentlichen Schlüssel des Zertifikats passenden privaten Schlüssel besitzt

Ein Zertifikat ist die Aussage „Dies ist der öffentliche Schlüssel für diesen Domainnamen“, signiert von einer Zertifizierungsstelle (CA) mit deren privatem Schlüssel. Der Browser prüft die Signatur mit den öffentlichen Schlüsseln der CAs, die im Betriebssystem oder Browser hinterlegt sind; ein Angreifer kann daher keine gültige Signatur erzeugen und kein Zertifikat fälschen. Ein echtes Zertifikat kann sich allerdings jeder beschaffen und unverändert vorlegen. Deshalb signiert der Server im TLS-Handshake mit dem privaten Schlüssel, der zum öffentlichen Schlüssel des Zertifikats gehört, und belegt so, dass er diesen Schlüssel besitzt. Die gemeinsamen Schlüssel, mit denen tatsächlich verschlüsselt wird, entstehen jedes Mal neu durch den Schlüsselaustausch im Handshake (etwa ECDHE) und stehen nicht im Zertifikat. Zertifikate sind im Allgemeinen an Domainnamen gebunden, nicht an IP-Adressen.

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