Grundlagen und Anwendungen der Kryptografie
Wie ist beim Einsatz von AES im CBC-Modus angemessen mit dem Initialisierungsvektor (IV) umzugehen?
- ADer IV wird wie der Schlüssel geheim gehalten, und für alle Nachrichten wird derselbe Wert weiterverwendet
- BDer IV muss nicht geheim sein, wird aber für jede Nachricht neu als Zufallswert gewählt, den ein Angreifer nicht vorhersagen kann
- CDer IV muss nicht geheim sein und darf jedes Mal auf einen mit dem Gegenüber vereinbarten festen Wert (etwa alles 0) gesetzt werden
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Antwort: B. Der IV muss nicht geheim sein, wird aber für jede Nachricht neu als Zufallswert gewählt, den ein Angreifer nicht vorhersagen kann
Im CBC-Modus wird jeder Klartextblock vor dem Verschlüsseln per XOR mit dem vorhergehenden Geheimtextblock verknüpft, der erste Block mit dem IV. Der IV wird üblicherweise dem Geheimtext vorangestellt und mitgesendet, er muss also nicht geheim sein. Wird jedoch jedes Mal derselbe IV verwendet, beginnen Nachrichten mit gleichem Anfang auch mit gleichem Geheimtext, und es wird offengelegt, dass Teile des Inhalts übereinstimmen. Kann ein Angreifer außerdem den als Nächstes verwendeten IV vorhersagen, ist bekanntermaßen ein Angriff möglich, bei dem er selbst gewählte Klartexte verschlüsseln lässt und so auf den Inhalt schließt (etwa der BEAST-Angriff auf TLS 1.0).
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