Betriebssystem und Hardware
Wozu dient das Referenzbit jeder Seite beim Clock-Verfahren (Second-Chance-Verfahren) der Seitenersetzung?
- AUm kürzlich genutzte Seiten zu erkennen und mit geringem Aufwand eine LRU-nahe Auslagerung vorzunehmen
- BUm zu prüfen, ob die Seite verändert wurde, und die Notwendigkeit des Zurückschreibens zu bestimmen
- CUm die Zahl der Prozesse, die die Seite nutzen, zu zählen und Seiten mit den meisten zuerst auszulagern
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Antwort: A. Um kürzlich genutzte Seiten zu erkennen und mit geringem Aufwand eine LRU-nahe Auslagerung vorzunehmen
Exaktes LRU erfordert bei jedem Zugriff eine Aktualisierung der Reihenfolge, was bei vielen Seiten aufwendig ist. Beim Clock-Verfahren setzt die Hardware bei einem Zugriff das Referenzbit auf 1, und das Betriebssystem prüft die Seiten reihum wie ein Uhrzeiger: Bei 1 wird es auf 0 zurückgesetzt und die Seite verschont (zweite Chance), eine Seite mit 0 wird ausgelagert. So wird kostengünstig eine LRU-nahe Ersetzung erreicht, die kürzlich genutzte Seiten behält. Über die Notwendigkeit des Zurückschreibens entscheidet das Dirty-Bit.